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Welch herzzerreißenden Anblick bietet nicht ein Feldlazareth! Dieſe Lager mit verſtümmelten, wim⸗ mernden Weſen, welche von Schmerzen und Fieber verzehrt, es mit ihren Seufzern und Klagen erfüllen.
In einem Krankenſaal finden wir Gaſton. Sein Arm war abgenommen und er ſelbſt lag da ſchwei⸗ gend, ohne über phyſiſche Schmerzen zu klagen, ſon⸗ dern nur mit ſieberhafter Ungeduld den Augenblick erwartend, wo er wieder geſund werden und am Kampfe theilnehmen konnte. Er hatte beim erſten Sturm, an welchem er theilgenommen, ſeinen rechten Arm verloren, das iſt wahr, aber er war dadurch befördert worden.
Neben ihm, mit einer Binde um den Kopf ſaß ſein Seitenmann im Kampfe, der Araber, den wir hier Ali nennen wollen.
„Nun, Kamerad Gievré, warum drehſt und wendeſt Du Dich ſo ungeduldig auf Deinem Lager? Der Arzt hat ja geſagt, daß Du ruhig ſein müßteſt.“
„Ahl es iſt peinlich, hier zu liegen und die Kanonenſchüſſe zu hören, ohne mit am Kampfe theil⸗ nehmen zu dürfen.
„Meinſt Du denn, daß Du in der letzten Affaire nicht Blut genug geſehen haſt, da Du dich nach mehr ſehnſt?“
„Ich ſah kein Blut, ich hörte keinen Jammer, ich ſah und hörte nur den Sieg der Franzofen.“
„Es koſtete Dich Deinen Arm.“
„Und Dich eine Schmarre am Kopf.“
„Bah, das nächſte Mal wird es der Kopf ſein, der flöten geht.“


