Teil eines Werkes 
6. Band (1865) Die Verläumdung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Einmal rief er dem Franzoſen zu:

Kamerad, Du biſt verwundet!

Thut nichts, ich ſpüre es nicht, war die Antwort.

Einige Minuten darauf war die Baſtion erſtürmt und der junge Krieger beſtieg ſie als der Erſte. Mit einem: Vive la France! pflanzte er dort die fran⸗ zöſiſche Fahne auf, während ſein Siegesruf von Tau⸗ ſenden von Stimmen wiederholt wurde. In demſelben Augenblick bemerkte er den Araber an ſeiner Seite.

Du haſt die Baſtion zu gleicher Zeit mit mir beſtiegen, ſagte er mißvergnügt.

Du irrſt Dich, ich beſtieg ſie vor Dir.

Hole Dich der T, die Chre, der Erſte geweſen zu ſein, gehört Dir.

Nein, behalte Dir das Siegeszeichen, Du käm⸗ pfteſt für daſſelbe, ich ſuchte nur den Tod.

Eine Kugel, welche an dem Araber vorbeiſauste, unterbrach das Geſpräch. Der Franzoſe ſtürzte in die Kniee, die Fahne wankte, aber blieb doch ſtehen. Der Gefallene hatte dieſelbe krampfhaft mit ſeiner linken Hand umklammert; die rechte war zerſchmettert worden.

Kamerad, ich habe den rechten Arm verloren und kann nicht weiter am Kampfe theilnehmen.

Aber ich kann es, fiel der Araber ein und rief, indem er die franzöſiſche Fahne ergriff:

Es lebe de Givré! welches von den ſtürmenden Zuaven in Gaſtons Ohren gerade in dem Augenblick wiederhallte, als er die Beſinnung verlor.

V