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„Gaſton,“ ſagte Zoé mit Wärme,„ich ſchwöre bei der heiligen Jungfrau, Dir ewig treu zu bleiben. Fällſt Du, dann wird das Kloſter meine Zuflucht, wo Deine Zoé denjenigen beweinen wird, den ſie auf der Erde am höchſten liebte. Sollte ich dem Schwur, den ich jetzt gethan, untreu werden, dann haſt Du ein Recht mich als ein ehrvergeſſenes und treuloſes Weib vor der Welt zu brandmarken. Siehe hier,“ fügte ſie hinzu und zog ein Medaillon hervor, welches ihr Bild enthielt,„laß dieſes Bild Dich als ein Talisman begleiten. Am Rande ſteht: Treu bis in den Tod.*
„O, Z0614.... Eine lange Umarmung und ein heißer Kuß vollendeten den Satz.
Der Mond, welcher ſeine ſilbernen Strahlen über Land und Meer verbreitete, verbarg ſich eben hinter einer Wolke, um nicht länger Zeuge des Ab⸗ ſchieds der jungen Leute zu ſein.
Als Zoé etwas ſpäter allein an ihrem Kammer⸗ fenſter ſaß und mit thränenfeuchtem Auge in die Nacht hinausblickte, da klagte ihr Herz über die Tren⸗ nung und machte ihr Vorwürfe, daß ſie Gaſton über⸗ redet hatte, in den Krieg zu gehen.
„Ol wenn er fallen ſollte, dann würde mein Herz brechen,“ flüſterte ſie.„Aber er wird nicht fallen, ſondern als Oberſt und mit der Chrenlegion decorirt zurückkehren, und dann werde ich Obriſtin. Ach, was das für eine göttliche Freude werden wird! Niemand wird es dann wagen, davon zu ſprechen, daß ich eine Krämerstochter ſei.“—
Mit dieſen Troſtgründen ging das junge Mäd⸗


