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„Herr Oberſt!
Hiermit benachrichtige ich Sie, daß Lavina, wie ich ſelbſt, mit Freuden auf den Vorſchlag des Herrn Oberſten eingeht. Wir fühlen uns durch denſelben glücklich und geſchmeichelt zu gleicher Zeit, und wer⸗ den das ſtrengſte Schweigen beobachten.
Mit großer Hochachtung Effa Pahl.“
Frau Pahl hatte keine Ahnung von dem Kum⸗ mer, welchen dieſer Brief ihr bereiten würde, und noch weniger ahnte Lavina, daß derſelbe für ihre ganze Zukunft entſcheidend ſein würde.
Der Tag vor Weihnachten war jetzt gekommen. In Frau Pahl's Wohnung fand große Aufräumung ſtatt. Mama ſelbſt und Elin waren in der Küche und backten. Liſa ſcheuerte im Schlafzimmer und La⸗ vina, im Unterrock und Jacke mit ein paar alten Schnürſtiefeln an den Füßen und einem Halstuch um den Kopf, war im Saale damit beſchäftigt, eine An⸗ zahl Leuchter mit Kreide und Eſſig zu ſcheuern. Ziem⸗ lich beſchmutzt, rieb Lavina unverdroſſen an den Leuchtern, während ſie ein Lied vor ſich hinſummte. Sie kehrte der Thüre, welche zum Saale führte, den Rücken zu, und war ſo eifrig mit ihrem Reinmachen beſchäftigt, daß ſie nicht hörte, wie die Thüre aufge⸗


