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zu ſtoßen, welches den Neid der ganzen Gegend erre⸗ gen wird. Wenn Du einen Schatten von Zärtlichkeit für mich empfindeſt, die Dich ſo hoch liebt, ſo folge meinem Rathe.“
„Meine gute Mama, höre auf mit dieſem Ge⸗ ſpräch und mit dieſen Bitten,“ antwortete Agda ernſt, aber ruhig,„denn es iſt jetzt zu ſpät; mein Herz hat bereits ſeine Wahl getroffen. Ich liebe Nykopf; ihn oder Niemanden will ich haben.“
„Wenn er aber Dich niemals freit,“ rief die Mutter mit einem Hoffnungsſchimmer.
„Dann ſterbe ich ledig,“ antwortete Agda mit Beſtimmtheit.
Vierzehn Tage darauf war Agda zum tiefen Schmerz der Commerzienräthin mit dem Provinzialarzt verlobt. 8
An demſelben Tage, an welchem jenes Geſpräch zwiſchen Agda und ihrer Mutter ſtattfand, ſaß Frau Pahl allein in ihrer Wohnung und arbeitete, als der Oberſt eintrat.
„Heute komme ich mit einer Bitte an Frau Pahl,“ ſagte er und nahm am Nähtiſche Platz.
„Es wird mir ein Vergnügen ſein, dieſelbe zu
erfüllen, denn ich bin immer dem Herrn Oberſten ſehr
verbunden für die viele Arbeit, welche wir erhalten haben.“ 5


