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Einige Tage nach dem Balle ſaßen Lavina und Elin eifrig in dem inneren Zimmer mit einer Hand⸗ arbeit beſchäftigt; die Thüre zum Saale ſtand offen.
„Du lieber Gott, wie langweilig es wird, nach⸗ dem Tante Karin abgereiſt iſt,“ ſeufzte Lavina.
„Sage lieber, daß es langweilig iſt, dieſen Winter nicht auf mehr Bälle kommen zu dürfen,“ ſagte Elin lächelnd.
„Ja, warum nicht? Freilich iſt es hart genug, ſeine ganze Jugend damit zubringen zu müſſen, wie ein Sklave für Kleider und Nahrung zu arbeiten. Wie es doch traurig iſt, arm zu ſein!“
„Spreche nicht ſo, Lavina, und danke Gott für die Hülfe, die wir von Tante Karin, die ſelbſt ſo viele unverſorgte Kinder hat, erhielten.“
„Das iſt recht ſchön und gut, aber es iſt doch eine Freude, etwas mehr von der Welt zu ſehen, als dieſe vier Wände, Onkel Ljung, Arthur und unſere Mietherin.“
„Es iſt wohl jener ſtattliche Oberſt, den Du ver⸗ miſſeſt?“ fiel Elin mit einem etwas boshaften Lä⸗ cheln ein.
„Nein, durchaus nicht, denn Arthur iſt viel hüb⸗ ſcher und unterhaltender. Der Oberſt ſieht aus— ja, laß mal ſehen, wie er ausſieht— wie eine ue miſche Herbſtnacht,“ ſagte Lavina und fing a an herz⸗ lich zu lachen.
„Das war ein trauriger Vergleich,“ antwortete eine klare männliche Stimme von der Saalthüre, und als die beiden Mädchen hinblickten, ſtand der Oberſt dort.


