Teil eines Werkes 
6. Band (1865) Die Verläumdung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Ach, mein Gott, der Oberſt! rief Lavina und ſtand auf.

Ich bitte um Verzeihung wegen dieſer Ueber⸗ raſchung; aber es war nicht meine Schuld, ſondern die der Damen, welche nicht hörten, daß ich huſtete und Geräuſch machte, um meine Anweſenheit bemerk⸗ lich zu machen. Meine Strafe wurde, daß ich Mam⸗ ſell Lavina's häßlichen Vergleich zu hören bekam.

Das war ein großes Unglück für mich, meinte Lavina lächelnd und etwas verdrießlich.Ich werde Mama ſagen, daß der Herr Oberſt hier iſt.

Sie eilte hinaus. Der Zweck des Beſuchs des Dberſten war, Leibwäſche fertigen zu laſſen. Die Najorin hatte ihm geſagt, daß Frau Pahl für Andere nehe, und jetzt nahm er ſich vor, ſich an Sie zu wenden u. ſ. w. Die wirkliche Urſache war indeſſen, daß der Oberſt eine Veranlaſſung haben wollte, Frau Pahl zu beſuchen, um ſich auf dieſe Weiſe Lavina zu nähern. 3 Während der Unterhaltung mit Frau Pahl theilte der Oberſt ihr mit, daß ſie Nachbarn ſeien, da er Graf Oe's Haus geerbt, welches auf der Oſter⸗ ſtraße läge, und deſſen Garten an den der Frau Pahl grenze. Rachdem er verſprochen hatte, Leinwand zu ſchicken und ſelbſt wiederzukommen, um zu ſagen, wie er es genäht haben wolle, entfernte er ſich.

Weißt Du, Elin, daß der Oberſt jetzt Eigen⸗ thümer von Alhem iſt, und daß Arnold ſich an ihn wenden muß,; denn es iſt ein Patronat? ſagte Frau Pahl zu Elin, als der Oberſt fortgegangen war.

Ja, das iſt wahr. Ach! und wenn der alte