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Nach beendigtem Tanze eilte Agda hin zu ihrer Mutter und rief:
„Das ſchöne Mädchen, welches Niemand kannte, iſt ja meine Couſine, Lavina Pahl! Ich will mit ihr ſprechen!“
„Stille, Agda, ich befehle es Dir; kein Wort davon, ſofern Du nicht ſofort den Saal verlaſſen willſt,“ antwortete die Mutter in einem ſo befehlenden und ſtrengen Tone, daß Agda ſie mit Verwunderung anblickte.
Frau Ljung beeilte ſich die obengenannten Her⸗ ren ihrer Tochter vorzuſtellen, welche jetzt von ihnen zum Tanze aufgefordert und in Anſpruch genommen wurde.
Der Ball nahm ſeinen Fortgang, ohne daß irgend etwas Bemerkenswerthes vorfiel.
Die idealiſch hübſche Lavina Pahl, welche den Ball mit dem glänzenden Oberſt Rubens eröffnet hatte, wurde von allen anweſenden Officieren zum Tanze aufgefordert, und obgleich man deutlich merkte, daß das junge Mädchen zum Erſtenmale einen Ball beſuchte, ſo vergaß man doch dieß über ihrer Schön⸗ heit und Naivität.
Man konnte von Lavina ſagen, daß ſie wegen
ddees Vergnügens zu tanzen, von ganzem Herzen tanzte.
Wir wollen, da wir gerade von ihr ſprechen, dem Leſer einen Begriff von ihrem Aeußeren geben. Lavina war lang und ſchlank, mit einer natür⸗ lichen und edlen Haltung. Der hochgetragene Kopf wurde von glänzend ſchwarzen Locken umgeben, welche die feine, weiße, durchſichtige Haut noch blendender


