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„Ach, meine ſchöne Agda, wie Du doch reizend biſt! Es gibt in unſerem ganzen Ort kein ſo ſchönes Mädchen, und das ſage ich Dir, Du mußt wenigſtens einen Grafen zum Mann haben. Apropos, weißt Du, daß unſer neuer Provinzialarzt heute Abend den Ball beſucht, und außerdem kommt auch Oberſt Rubens, der Erbe des Grafen Oe—, hin; wahr⸗ ſcheinlich wird auch Graf W. ſich einfinden; alſo drei neue Cavaliere, und gewiß auch drei Sklaven von Dir; denn es gibt in der ganzen Stadt Niemand, der mit Dir wetteifern kann; die Gerechtigkeit müſſen Dir Alle wiederfahren laſſen.“
„Ach, beſte Mama, alles das weiß ich ja; aber welches Vergnügen hat man davon, hübſch zu ſein, wenn man in einer kleinen Stadt wohnt?
Ganz anders wäre es, wenn wir uns in Stockholm befänden; aber hier— hier vermag ich wahrlich nicht dieſen unerträglichen Menſchen gegenüber liebenswuürdig zu ſein.“ 3
„Warte, warte, mein geliebtes Kind, wir kom⸗ men doch wohl hin,“ antwortete die Mutter und ſtand auf, indem ſie ihre Handſchuhe anzog.
„Ja, warten muß ich, und das iſt all der Troſt, den Mama mir geben kann. Gott weiß, daß Mama
nicht erfinderiſch iſt, da ſie gar nichts bei Papa aus⸗ zurichten vermag.“ 3
„Werde nicht böſe, meine kleine Agda, ſondern laß uns abfahren,“ antwortete die ſchwache Mutter
ausweichend.
Als der Wagen mit den beiden Damen davon rollte, ſtand Annette da und murmelte vor ſich hin:
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