Teil eines Werkes 
6. Band (1865) Die Verläumdung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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nen Sopha, acht dergleichen Stühle, einem runden braungemalten Tiſch, einem Schenktiſch und einer alt⸗ modiſchen Chiffoniere beſtand; aber die weißen Vor⸗ hänge und der immer reine mit Wachholder beſtreute Jußboden gab dem Ganzen einen Anſtrich von Com⸗ fort, welcher das erſetzte, was an Eleganz fehlte. In dem Zimmer hinter dieſem befanden ſich Frau Pahls Schlafkabinet und das Arbeitszimmer der Familie. Daſſelbe war womöglich noch einfacher meublirt, aber nett und ordentlich. Das zwiſchen der Küche und dem Schlafkabinet befindliche Zimmer wurde von den beiden Töchtern der Frau Pahl bewohnt, und deſſen ganzes Meublement beſtand in einem braungemalten Bette, zwei Stühlen und einem kleinen Tiſch.

Am ebengenannten Abend finden wir Frau Pahl auf dem Sopha im Schlafkabinet ſitzend; ihr gegenüber ſteht ein Tiſch, welcher mit Nähgeräthſchaf⸗ ten bedeckt iſt. Sie ſelbſt iſt beim Scheine einer Lampe eifrig mit einer Handarbeit beſchäftigt.

Frau Pahl war eigentlich nie ſchön geweſen; aber ihre Züge waren edel und man glaubte in dem vor der Zeit gefurchten Geſicht eine ganze Reihe von Sorgen und Bekümmerniſſen leſen zu können. Wenn ſie aufblickte, lag eine ſolche Hingebung, aber auch ein ſolcher Kummer in ihren braunen Augen, daß man aus denſelben leſen konnte, das Unglück ſei ihr ein alter Bekannter.

Ihr gegenüber ſaß auf der andern Seite des Tiſches ein junges Mädchen von neunzehn bis zwanzig Jahren. Ihre Züge ſind regelmäßig und ihre klaren, blauen Augen haben einen redlichen, ruhigen nd