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Kopf ſchlagen, an nichts Glauben behalten, als daß Du das Beſte getroffen haſt, um mir eine rechte Freude zu machen!“
Am andern Morgen, als die ganze Geſellſchaft das ge⸗ neinſchaftliche Frühſtück im Freien eingenommen hatte, berieth Lacy mit Magda die große Frage, wohin die reizende Hütte mit der Familie Hirſchkuh gefahren werden ſollte, und endlich ent⸗ ſchieden ſich Beide für eins der lieblichen Blättereloſetts am See, dem Marmorfitz Magda's gegenüber. Alle brachen nun nach der Allee auf, wo die kleine Familie die Nacht verblieben war, und hier zeigte ſich, daß Hedwiga und Trautſohn Beide in die Hütte hinein gekrochen waren und in ihrem Eifer und in ihrem Lachen mit den munteren Kleinen gar nicht bemerkt hatten, daß ſie dicht neben einander ſaßen und die Zicklein auf ihrem Schooße fütterten. Als die Geſellſchaft plötzlich vor der Hütte ſtand, flog Hedwiga mit einem Satze aus ihrem Verſteck auf und hinaus, und die Fürſtin, die ihre Verlegenheit mit⸗ leidig ſah, klopfte ihr das Moos aus dem Kleide und brachte ſie damit wieder ins Gleis, wonach ſich der Transport in Be⸗ wegung ſetzte und Alle die kleine Familie bis zu ihrer neuen Anſiedlung begleiteten.
An dieſem Tage begab man ſich zu Mittag nach dem Dohlenneſte, wo heute Thomas Thyrnau die Gäſte be⸗ wirthete. Zu Pferde und in Tragſtühlen machte ſich die heitere Geſellſchaft auf den Weg— durch den Laubwald, deſſen erſtes ſanftes Grün noch die mächtigen Stämme un⸗ verhüllt zeigte und den grünen Raſen durchſchimmern ließ, welcher neu belebt die murmelnden Bäche über bemooſte Steine ſchlüpfen ließ.
Magda ritt an Lacy's Seite einige Schritt den Andern voraus, und nie zog ſie des Weges, ohne der Zeit ihrer
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