Teil eines Werkes 
9. Band, Thomas Thyrnau : 3. Theil (1855)
Entstehung
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Uebrigens laſen ſie am andern Abend, als ſie Alle nach dem großen Diner zu dem jungen Ehepaar nach dem Wald⸗ ſchlößchen zurückgekehrt waren und um den flackernden Kamin in dem behaglichen Saal beiſammen ſaßen, das Programm des Fürſten für den Hochzeitstag durch, und es fand ſich, daß genau danach gelebt worden warAußer ſagte Thyrnau, daß Bezo ſich durch alle vornehmen Hochzeitsgäſte bis zum Altar durchdrängte und ſich dicht neben Magda auf der Erde niederſetzte.

Ja, ſagte der Fürſtaber ich vervollſtändigte augen⸗ blicklich mein Programm danach, und Du haſt es mir zu danken, liebe Magda, daß man ihn ſitzen ließ und ſo eigentlich dies arme Weſen, das ſein ganzes Bewußtſein nur in Dir hat, Dir faſt mit Lach angetraut worden iſt.

Ja, ſagte Magdaich hoffe, er iſt an meinem oder ich an ſeinem Sterbebette; für ihn kann ich nur dankbar ſorgen, wenn ich ihm ſtill überall meine Nähe gönne. Sie zeigte mit dem Finger lächelnd in die Ecke des Saales auf dem weichen Teppich deſſelben ſchlief Bezo in ſicherer Ruhe, von Lach und Magda gleich liebevoll geſchützt.

Wenn wir die, die wir lieben, ein Glück erringen ſehen, wonach ſie ſich geſehnt und um das ſie den Kampf mit dem Leben eingingen und ſiegend beſtanden, ſo giebt das einen ſchönen Abſchluß mit ihnen und wir ſind geneigt, ſie ohne Be⸗ ſorgniß ihrem Schickſal zu überlaſſen. Und doch miſcht ſich in die Freude, mit der wir einen erreichten glücklichen Zuſtand vor uns ſehen, ſo leicht die Wehmuth, welche uns die Erfahrung aufnöthigt, und welche bei dem heitern Anfang einer neuen