des Tages, was ich mir in der Stille ausgedacht habe, und dann laß' es uns gemeinſchaftlich vervollſtändigen.“
Nachdem Thereſe ihrem Gemahl aufs Liebenswürdigſte gedankt hatte, hob der Fürſt lächelnd an: Mein armer Hof darf nicht ganz leer ausgehn, denn ich bilde mir ein, Magda muß nach Dir die ſchönſte Braut der Erde ſein, und die Gräfin von Hautvis hat ſchon zu viel von ihrer koſtbaren Toilette ver⸗ rathen, als daß ich als guter Landesvater verantworten könnte, die Braut meinen Damen zu entziehn.“
„Du wirſt alſo finden, daß die Schloßkapelle ſich ſeit einigen Tagen anfängt zu erheizen, daß ein ſchöner grüner Wald von Orangenbäumen langſam ſich um den Hochaltar her⸗ ſtellt, und der Fußboden, mit rothen Teppichen verhüllt, unſere wenigen Grade noch reſtirender Winterkälte vergeſſen läßt. Von der Kapelle aus wirſt Du die Gallerie bis zu Deinem Audienz⸗ ſaal mit demſelben Teppich bedeckt finden— alſo jetzt verſtehſt Du den Weg, den ich vorzuſchlagen denke! Am Morgen nun des zwei und zwanzigſten Februars werden wir in Deinem Bou⸗ doir in unſern Morgenkleidern zuſammen frühſtücken— dann gebe ich zwei Stunden Zeit zur Toilette und um halb elf Uhr iſt der Hof in Gala in Deinem Audienzſaale verſammelt; wir führen das Brautpaar herein und von da begiebt ſich der Zug nach der Kapelle, wo uns der Pater Hieronymus erwartet!“
„Der Pater Hieronymus?“ rief die Fürſtin entzückt.—
„Ja,“ ſagte der Fürſt,„morgen kommt er hier an und das iſt eine Ueberraſchung für Magda, die ich und Thyrnau uns ausgedacht haben. Unſere Geiſtlichkeit hat ſich freundlich dabei benommen und wird blos in Pontificalibus dabei reprä⸗ ſentiren. Doch unterbrich mich nicht und höre weiter. Nach der Trauung geht der ganze Zug wieder in eben der Ordnung nach dem Audienzſaal zurück. Magda bleibt an Lacy's Seite ſtehn, bis Alle eingetreten ſind— dann erwiedert ſie die


