Teil eines Werkes 
9. Band, Thomas Thyrnau : 3. Theil (1855)
Entstehung
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ſeiner Art eine Freude und einen Troſt daraus. Magda äußerte ganz unverholen ihr Entzücken bei dem Gedanken, daß Lacy nicht wieder in die Armee eintreten werde, und Lacy, nachdem er ſich in den Willen der Kaiſerin zu fügen erklärt hatte, machte nun Magda auf den nächſten Wunſch derſelben aufmerkſam auf ihre abgeſchloſſene Vermählung vor Wiederausbruch des Krieges.

Wir wollen den Großvater fragen, ſagte Magda denn ihm wird das Rechte am leichteſten einfallen, und ich natürlich kann nichts dagegen haben.

In demſelben Falle befand ſich der Großvater, und als die Sache in Gegenwart des fürſtlichen Paares zur Sprache kam, mußten die Uebrigen einwilligen, daß die Feierlichkeit ſelbſt in S. vollzogen werde und die jungen Leute ſich dann nach Wien zur Kaiſerin begeben, wogegen Thomas Thyrnau durch den Brief der Kaiſerin ſich des letzten Zwanges dieſer kleinen Landesverweiſung enthoben ſah und nunmehr beſchloß, nach Tein voranzugehn, um ſeine Kinder bei ihrer Rückkehr von Wien dort zu empfangen.

Wie ſollen wir aber an Magda's Hochzeitstage den Hof los werden? fragte die glückliche Thereſe, welche unter dieſen glücklichen Menſchen immer als die Glücklichſte erſchien, weil ihr der ſprudelnde Humor zu Gebot ſtand, der in den liebens⸗ würdigſten Muthwillen ausartete und alle ihre Umgebungen oft zu einer anmuthigen Ausgelaſſenheit hinriß, die in ihr Unter⸗ ſtützung oder Veranlaſſuug fand.

Das dachte ich, ſagte der Fürſt lachendo! wie gut ich Dich kenne, meine geliebte Thereſe! Das wird wieder ein Tag, an welchem Du in einem Athem lachen und weinen mußt auf Deinen Knien beten und auf der Wieſe tanzen wirſt! Aber ich möchte Dich nicht anders, Du reizendes Feenkind und damit Du ſiehſt, wie Ernſt es mir iſt, Dein eigenſtes Weſen zu ſchonen, ſo höre, da wir allein ſind, das Programm