Teil eines Werkes 
9. Band, Thomas Thyrnau : 3. Theil (1855)
Entstehung
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12 und grobe Tuchſtücken ſtanden in Ballen an der einen Seite der Wand; auch hier liefen Bänke umher, und im Heerde brannte Feuer und Keſſel und Töpfe waren im vollen Kochen. Als er bis zu der Flamme vorgedrungen, rief eine grobe weib⸗ liche Stimme:Was beliebt? was beliebt? was gedenkt der Herr hier im fremden Eigenthum? Eine breite vierſchrötige Geſtalt erhob ſich hinter ihm und ein Paar kaum ſichtbare Augen blickten neugierig und mürriſch zu ihm auf.

Liebe Frau! ſagte Thyrnaubeſorgt etwas Feuer in den Heerd Eures Gaſtzimmers, und könnt Ihr, ſo bereitet uns ein erwärmendes Getränk habt Ihr nicht Thee oder Kaffee? drüben friert ein junges Mädchen.

Das Weib ſtarrte ihn an, als ſpräche er eine andere Sprache dann ſchwoll ihr Geſicht, welches ſchwarzbraun und von Pockennarben zerriſſen war, hochroth auf, und als ſie das erſte Ausrufungszeichen, ihren dicken Arm in die Seite geſtemmt, ſagte ſie in grobem höhniſchen Ton:Ihr ſeid wohl ein Prinz, Herr Landſtreicher, und habt nur ſo das Befehlen? Das ſind mir ja ſchlaue Gewohnheiten ein eignes Feuer im Gaſtzimmer und Thee oder Kaffee und dann ſeid Ihr wohl von den Höflichen ohne Geld in den Taſchen, für die unſer eins arbeiten muß, und ſich bedanken, wenns beliebt aufzu⸗ eſſen, was wir verdient?

Nehmt dies Geldſtück vorweg, ſagte Thyrnau, Alles überhörend, allein beſtrebt zum Ziele zu kommen und ſchafft nur, was ich begehre. Die Hand des Weibes ſchnappte über dem Gelde zu, wie der Deckel über eine Kanne fällt; dann ſagte ſie:Könnt Ihr Euch denn hier nicht wärmen's iſt für ein junges Ding von Mädchen doch wohl Platz genug?

Nein, ſagte Thyrnau, der den überwältigenden Geruch dieſer Vorrathshöhle für Magda fürchteteIhr müßt uns dort Feuer machen und, was wir brauchen, dahin liefern