Teil eines Werkes 
9. Band, Thomas Thyrnau : 3. Theil (1855)
Entstehung
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und ſtreckte ihre Arme gegen die Feſte auswas wirſt Du in Deinem heil'gen Bereich bewahren! was wirſt Du mir zu ſagen haben, was ich noch nie hörte und wonach vielleicht nein Herz ſo ſehnſuchtsvoll ſchlägt was für Geheimniſſe mußt Duunſchließen, die ich vielleicht ewig umſonſt befragen werde?

Thomas Thyrnau blickte gerührt zu dem überreizten Kinde hin, aber jede Erſcheinung in ihr war ihm lieb, die Hoffnung ließ, daß ſie aus ihrem dumpfen innern Grame nach Außen treten werde. Er ſtand nicht an zu ewwiedern:Du ahneſt recht meine Tochter! Karl der Vierte ſtand als Großmeiſter an der Spitze eines mächtigen Ordens, den uns der Orient in heil'gen Ueberlieferungen zuführte, und deſſen tieffinniger Dienſt und großer Einfluß auf das Wohl der Menſchen in ein unver⸗ brüchliches Geheimniß gehüllt iſt, welches nur dem Eingeweih⸗ ten den Ritus erkennen läßt, der dem Profanen unverſtändliches Zeichen bleibt und ich bin gewiß, die Anzeichen zu finden, daß er die heilige Rituale hier übte und bewahrte!

Ha, rief Magda, die mit ihren klugen Augen ſeine Worte verſchlungen hatteda wirſt Du mich ſie erkennen lehren da werde ich recht was Großes, Tiefes erleben können!

Nein, Magda, erwiederte Thyrnaujede Frau iſt von der Mitwiſſenſchaft dieſes heil'gen Ordens ausgeſchloſſen ohne des Meineids ſchuldig zu werden, dürfte Dir kein Einge⸗ weihter Aufſchluß geben.

Ha, rief Magdada hat Dein heil'ger Orden, wie Du ihn nennſt, eine ſchwache Stelle! Warum wagt ihr Men⸗ ſchen, Geſetze zu machen, die ein Geſchöpf Gottes, von ihm ſo hoch begabt wie das andere, auszuſchließen wagt als unberechtigt?

Bezähme Deinen ſchlagfertigen Verſtand, ſagte Thyr⸗ nau ſtrengich könnte Dir viel darauf entgegnen, was dieſe Beſtimmung rechtfertigt, wenn es ſich ziemen wollte. Eins aber wird Dir einleuchten und vielleicht war es der Anfangs⸗