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entbehrte; nur zuweilen hörte man den Specht durch den Wald oder das Käuzchen— oder die Käfer und die wilde Biene ſchoſſen ſummend vorüber.
Die tiefe Stille paßte, wie es ſchien, gut zu den Wan⸗ derern, denn Beide waren auch lautlos, und es ſchien zweifel⸗ haft, ob der herrliche Morgen Herrſchaft habe über ihr Gemüth.
Thomas Thyrnau ging ſeitwärts etwas zurückbleibend gegen Magda, und ſein beſorgtes Auge ſuchte auch nur in der ganzen Natur das eine theure Weſen, welches mit tief ge⸗ ſenktem Kopfe mühſam vor ihm her ſtieg und Alles unbeachtet um Wege ließ, was ſonſt ihre leichte kindliche Geſtalt in tauſend Nebenſprüngen vor ihm würde hergejagt haben. Der Abſchied von Wien hatte ihr das Herz gebrochen— ſeitdem erſt ſchien ſie ihr verändertes Schickſal ganz zu fühlen, und die Kraft war aus ihrer Bruſt gefloſſen; Magda hatte ſich erſt begriffen, als die Angſt für Andere ſie verlaſſen. Mit welcher tiefen Sorge dachte Thyrnau nun des Aufenthalts, dem ſie ſich nahten, der dem verwöhnten leidenden Kinde ein Gefängniß werden ſollte. Er dachte nicht mehr ſie zu entfernen, denn was darüber zu denken und zu thun war, das hatte ſich Alles vergeblich gezeigt an dem unbeſiegbaren Willen des feſten Kindes— und indem ſein Auge ſie muthlos bewachte, war es das müßige und doch nie aufgegebene Beſtreben der väterlichen Liebe, die wunde Stelle zu entdecken, auf der ein Liebesblick das Weh zu lindern vermöchte.
Oſt— wo der Weg anſtieg und die Natur ſich einladend zeigte, hatten ſie den Wagen verlaſſen, und bei der achtungs⸗ vollen Schonung, die blos einen Reiter zu ihrer Bewachung geſtellt— fand jede Einrichtung Gehör, die der Gefangene vorſchlagen wollte.
Vor ihnen klomm der ſchwerfällige verſchloſſene Wagen Berg an und Thyrnau erfuhr, daß dieſer Felsweg auf eine der
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