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hatte.—„Eure Strafe iſt zu hart! Denkt— in dem Augen⸗ blick, wo ich Euch anbete, wo ich zuerſt einen Vater, eine Mutter habe, in dieſem Augenblick daran erinnert zu werden, daß ich ſie verunglimpfte, wie ein gottloſes Kind!— das Hei⸗ ligſte, das Theuerſte mit kindiſchem Spotte antaſtete— erbarmt Euch— Ihr müßt es ja wiſſen, daß kein Hauch mehr von die⸗ ſer Miſſethat in meinem Herzen lebt!“
„So denke ich wirklich,“ ſagte die Kaiſerin, und als die Prinzeſſin zu ihr aufſah, bemerkte ſie das herzlichſte Lächeln um ihren Mund.„Wir haben diesmal die Rollen getauſcht— ich habe meine Muhme Thereſe etwas necken wollen; wenn es zugleich eine kleine Strafe war, ſo ſind wir doch nun damit fertig. Da unſere Muhme aber ſo viel an unſerer Toilette und ſonſtigen Einrichtungen auszuſetzen hat, ſo haben wir beſchloſſen, ihr eine kleine Beſchäftigung und unſerer lieben alten Gräfin von Fuchs eine kleine Erleichterung zu verſchaffen, indem wir ihr das Amt einer eben neu geſtifteten Palaſtdame anbieten, einer Dame, die von hohem Range ſein muß, da ſie uns über die nöthig erkannten Anſchaffungen, Verſchönerungen oder zeitgemäßen Vergnügungen unmittelbar Vortrag zu machen haben wird, und wozu wir im Ernſt nach den empfangenen Zurechtweiſungen unſerer lieben Muhme und deren am franzö⸗ ſiſchen Areopagus gebildeten Geſchmack keine paſſendere Perſon uns denken konnten, als Euer Liebden ſelbſt.“
„Das ſoll ich werden?“ rief die Prinzeſſin, freudig in die Höhe ſpringend—„Euch ſoll ich dienen dürfen? O! wenn Ihr mich doch zu Eurem Bettmädchen machtet, daß ich Euch Euer Lager weich ſchütteln und klopfen— Eure Nachthaube falteln, Eure Pantoffeln zurecht ſchieben könnte— Mutter!“ rief ſie mit einem Male in der höchſten Eraltation— und ſtürzte der Kaiſerin knieend in die Arme—„Du haſt ein
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