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Haubenſtock, der mit einem Kopfe und Kammſtrich bedeckt war, eine Haube ihrer erhabenen Gebieterin, und dieſe nickte und ſchüttelte begütigend mit dem Kopfe und fuhr mit den kleinen Händen durch die Luft, um der Prinzeſſin Muth zu machen. „Wie ich von ihrem Betragen denke, brauche ich Ihnen, princesse, wohl nicht zu ſagen,“ begann jetzt die Kaiſerin, ohne aufzuſehen.— Da die Pauſe, die eintrat, etwas lange dauerte, ſagte die Prinzeſſin leiſe und demüthig:„Nein, ge⸗ wiß nicht— ich weiß es Alles!“ „Wenn man eine deutſche Prinzeſſin iſt, aus ſo edlem Hauſe, wie Ihr ſollte man wenigſtens den Namen, den einem Gott gegeben, nicht öffentlich an Zweideuteleien Preis geben, ſich nicht überall mit Männern leichtſinnig einlaſſen und dann ein gegebenes Wort durch unbeſonnenes, Aufſehn erregendes Mißfallen daran wieder zu löſen ſuchen— wodurch eine Dame von ſo hohem Range und ſo hoher Anverwandtſchaft in den Mund der Menge kömmt und nothwendig beurtheilt wird, wie jede andere Frau geringeren Standes! Von Euren Thorheiten Euch zu heilen, möchte ſchwere Arbeit ſein— aber Eure Ver⸗ wandte könnten billig fordern, daß Ihr ſie für Euch behieltet und die Welt nicht daran Theil nehmen ließet.“ „Ach,“ ſagte die Prinzeſſin, auf der andern Seite des Tiſches, der Kaiſerin dicht vor die Augen auf ein Paar Kiſſen niederknieend— das iſt eben Zeit meines Lebens das Unglück geweſen, daß ich nicht wie andere ehrliche Leute meine Sünden habe im Geheim abmachen können— Jeder, der Luſt hatte, konnte daran Theil nehmen und nur meine Tugenden blieben einſam und unbemerkt, und ich allein hatte das dürre Ver⸗ gnügen daran.“ „Ihr verſucht es zwar, in Euren alten übermüthigen Ton zu verfallen,“ entgegnete die Kaiſerin—„aber Ihr ſagt Ern⸗ ſteres, als Ihr denkt, und gerade das, wodurch ich geneigt


