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Lacy, als er Kaunitz begleitete, ſo große Geſchenke von Euch empfing.“
„Allein dem Einfluß dieſer Dame verdanken wir es, daß uns zur Tilgung unſerer dortigen Verpflichtungen ſo viele Jahre Friſt geſtattet wurden. Was ich an baarem Gelde durch Ban⸗ quierhäuſer von meinem Vermögen ſchnell in die Hände bekommen konnte, tilgte die dringendſten Forderungen— mein übriges Vermögen war Grundbeſitz— der Moment, ihn zu veräußern, höchſt ungünſtig, da Böhmen vom Kriege bedrückt ward. Um nicht durch übergroße Eile zu viel zu verlieren, war es nöthig, die Forderungen auf Zinſen zu bringen, mit langſamer Abtra⸗ gung des Kapitals fortfahren zu können; dazu gehörte eine Für⸗ ſprache, die mir damals ſo ſchwer zu erlangen war, da ich jedes Vertrauen ſcheuen mußte, was ſo leicht Verrath werden konnte. Die Marquiſe Pompadour übernahm die Garantien, die wir nöthig hatten und die uns aus großen Verlegenheiten riſſen; aber ich geſtehe es, obwol ungern, da ich ihr nicht in den Augen Euer Majeſtät ſchaden möchte— ſie hat die Naivität, nicht gern etwas umſonſt zu thun— ſie fordert dafür, was ihr wieder ein Vergnügen zu verſprechen ſcheint.“
„Und was liegt Euch daran, wie meine Meinung von dieſer Frau iſt?“ ſagte die Kaiſerin etwas trocken.
„Ich bin in ihrem Vertrauen— und ich weiß, ſie würde eine ihrer ſchönen weißen Hände darum geben, wenn ſie mit der andern den Saum dieſes Kleides faſſen könnte— Niemand, der die gegenwärtigen Zuſtände dieſes unglücklichen Frankreichs kennt, kann zweifeln, daß dieſe Frau den Scepter des Landes hält. Sie hat ſich dieſes Heiligthums nicht bemächtigen können, ohne daß etwas von einer höheren Stimmung in ſie überge⸗ gangen wäre.— Sie hat es ſeit lange gewagt, die Blicke zu Euer Majeſtät zu erheben— ſie möchte etwas Großes für ihr Vaterland thun— ſie erkennt, daß dies Große eine Allianz


