Teil eines Werkes 
8. Band, Thomas Thyrnau : 2. Theil (1855)
Entstehung
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ungewöhnliche Menſchen und obwol wir nur Euer Wort haben, möchten wir doch gern an dem Ungewöhnlichen Glauben faſſen! Und iſt es denn noch immer Euer Vorſatz, in dem großen Opfer zu beharren iſt Euch bis dahin denn keine Reue gekommen? Richt das Bedenken, daß Ihr Euch eines fürſtlichen Einkommens Eure Enkelin ſo großer Anſprüche beraubt? Seid Ihr ſicher, daß dieſe Geſinnung bei Euch vor⸗ hält denkt Ihr nicht wenigſtens darun, dieſe Anſprüche in der Stille wieder herzuſtellen, ſelbſt wenn Ihr anſtändet, ſogleich damit hevorzutreten?

Nein! nein, Euer Majeſtät! ganz anders iſt unſer beider Gefühl darüber: wie die größte Gnade von Gott empfinden wir es, gleich im erſten Augenblick das Rechte erkannt zu haben. Dieſe Handlung hat Alles gerettet, was zu retten war, und Alles, was uns tröſten kann, iſt erreicht, ſo lange ſie verborgen bleibt würde eine Ahnung in dem jungen Mann hierüber ertegt, ſo wäre es ferner in keine menſchliche Macht geſtellt, ihn in ſeinen angeſtammten Beſitzungen zu erhalten!

Die Kaiſerin ſchwieg wieder ſinnend dann ſagte ſie: Ich muß ſagen, daß ich Euch Euren ganzen Bericht glaube deſſen ungeachtet erheiſcht unſer kaiſerliches Anſehn, daß wir nicht leichtſinnig uns durch dieſen unſern Glauben beſtimmen laſſen ich will alſo dieſen Pater Hieronymus darüber ſprechen, dann werde ich wenn Euer Geheimniß von ihm beſtätigt wird ſolches verſchweigen helfen und denken, daß ich des Vertrauens eines edlen Mannes theilhaftig ward. Eure Lage iſt ſonderbar ich habe nicht mehr, wie ich möchte, volle Gewalt darüber kann Euch nicht verſprechen, ob Ihr ganz frei weg kommen werdet um ſo mehr aber werde ich ſo milde als thunlich einſchreiten, wenn Ihr jetzt ohne Rückhalt geſtehen wollt, warum ihr fortfuhrt, mit dieſer franzöſiſchen Marquiſe in Verbindung zu ſtehen und ſie noch zuletzt durch den jungen