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Rohr am dickſten iſt. Doch hier ſchien es mir Zeit, daß dem Herrn gelehrt würde, er horſte nicht im eignen Neſte, ſondern wo die Dohlen das Regieren und Befehlen haben. He! Fleder⸗ mäuſe und Käuze, meine getreuen Diener, herbei! ſchenkt dem Herrn Stoßvogel noch einmal den Becher voll! Solche hoch⸗ ziehende Herren haben immer Durſt! Auf Wiederſehn!“
Bei dieſen Worten verſchwand Magda und ließ den erzürnten Gaſt in einem Zuſtande zurück, den er ſelbſt nicht deutlich zu faſſen vermochte. Das Mädchen hatte ihn auf eine Weiſe gereizt, als wiſſe ſie die empfindlichſten Stellen ſeines Innern. Er war durch Umſtände, die nur zu mächtig in ſein Leben eingeſchnitten, bis zur Wildheit durch ihr ganzes Weſen erſchüttert worden. Er haßte ſich wegen der Niederlage, die er erfahren, aber er ballte zugleich die Fauſt und drohte ihr nach, als ſie verſchwand. Und dennoch war es ſo unglaublich, daß ſie gerade ſo ihn habe treffen wollen! Es war Zufall, mußte er ſich eingeſtehn. Plötzlich ſprang ſeine ganze Stimmung um, und er fand es höchſt beluſtigend, was hier vorgefallen; ſogleich brach ein lautes rohes Gelächter aus ſeinem Munde und der alte Veit, der ihm ſo eben den zweiten Becher Wein brachte, fuhr erſchrocken zuſammen.
„Nun, Herr Kauz!“ rief er—„Deine Herrin iſt eine wilde Hexe, die ihr Neſt gut vertheidigt, und Du ſcheinſt nicht halb ſo viel Courage zu haben.“
„Ich habe ſo viel, als es einem Diener zukommt, Herr! Mit Worten geziemt es uns nicht in den Krieg zu gehn!“
„Geht! Alle geht! ſagte der Fremde verächtlich—„laßt mich in Frieden, ich bin müde und will ſchlafen, bis Euer Herr kommt, dann könnt Ihr mich wecken.“
Hiermit ſchlug er die Arme in einander, zog die Schul⸗ tern in die Höhe und bald trat das unliebliche Schlummern eines von Luft und Anſtrengung erhitzten Reiſenden ein. Sein
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