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Geſicht, was nach Art der Jäger von Luft, Sonne und ſtarken Getränken, welche zur Jagdluſt gerechnet werden, in dunkler Farbe glühte. Seine Stirn war breit, aber niedrig gebaut, die Naſe kurz und mit dicken beweglichen Nüſtern. Er hatte volle aufgeworfene Lippen, die ſich trotzig in den Winkeln ſenkten, ein Zeichen hochmüthiger Geſinnung. Die Augen lagen tief in beiden Augenliedern und hatten die undeutliche Farbe, die den Stern des Auges mit dem Augapfel verſchwim⸗ men macht. Hier war der ſonſt weiße Grund faſt immer röthlich unterlaufen, der Blick hatte ein ſtolzes Ueberhinfahren; faßte er aber, ſo fühlte man ihn wie einen Stich und fragte ſich, wo man verletzt worden. Sein Haar war ohne Perücke oder Puder, wie die Herren es wohl bei der Jagd trugen, rund um den Kopf gleich lang geſchnitten; es ergraute bereits ſtark und überhaupt mußtemanihnfüreine Mann halten, derüberſechszigJahrezählte.
Nachdem er den Becher in einem Zuge zur Hälfte geleert, ſetzte er ihn auf den ſilbernen Teller, den Veit hielt, und ſenkte ſein umherirrendes Auge auf den alten Diener.
„Das iſt das alte Dohlenneſt?“ ſagte er dann mit rauher Stimme, und ein heiſeres Lachen entſtellte ihn ungemein nach dieſen Worten.
„Ja, Herr!“ erwiederte Veit, und dem Beherzten graute vor dem höhniſchen Ausdruck, der dieſe Worte begleitete.„Das Volk hier umher hat das Haus meines Herrn, ehe er es be⸗ wohnte, ſo getauft. Danach iſt es ſo geblieben.“
„Aber für ein Reſt, denke ich, iſt es ziemlich leer,“ fuhr die höhnende Stimme fort.„Die alte Dohle hat ihre Brut nicht gut beiſammen gehalten und iſt ſelbſt unſtät geworden; ſonſt, will mir ſcheinen, paßt das alte Reſt gut für derlei Kreatur!“
Bei dieſen Worten ließ ſich ein kurzes Dohlengeſchrei hören und der Fremde fuhr nach allen Seiten mit dem Kopfe herum;


