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Aufgabe zu enträthſeln, da es nicht in ſeinem Plan zu liegen ſchien, ſich ſelbſt bekannt zu machen. Unwirſch ftagte er nach Herrn Thomas Thyrnau, und als man ihm ſagte, er werde zu Mittag erwartet, brummte er etwas Uebellauniges in den Bart und befahl dem alten Veit, ſein Pferd zu beſorgen und ihm einen Becher Wein zu bringen.
Veit verneigte ſich und ſagte, der Reitknecht habe bereits das Pferd in den Stall gezogen und der Wein ſtehe zu Befehl.
Während dieſer Worte ſchritt die breite muskulöſe Geſtalt
des Fremden mit dreiſten Schritten durch den ganzen Hausraum
bis zum Tragpfeiler dem Kamin gegenüber, und die Stühle zurück werfend, die ihn hinderten, ſetzte er ſich auf die Bank, die um den Pfeiler herlief, nahm ſeinen runden Jagdhut vom Kopfe, warf ihn auf den Tiſch und ſtemmte dann beide Arme auf denſelben, in die ſtarken Hände von beiden Seiten den Kopf ſtützend.
Es lag eine Sicherheit, eine Bequemlichkeit in ſeinem ganzen Weſen, die den alten erfahrenen Dienern, trotz manches Widerſpruches in ſeiner Erſcheinung, doch zu dem Glauben verhalf, ſie hätten es mit einem vornehmen Manne zu thun. Sein kurzer Jagdrock von Brabanter Tuch war zwar ohne Stickerei, aber von der feinſten Qualität; eben ſo war der Hut ohne Treſſen und Federn, aber der Hirſchfänger, den er ſo eben heftig mit ſammt dem Gurte abnahm und zum Hute auf den Tiſch warf, war von koſtbarer Arbeit in Gold, Silber und Elfen⸗ bein, und ein Saum von farbigen Edelſteinen faßte den Rand der Scheide ein. An den großen über die Knie reichenden Rei⸗ terſtiefeln hatte Veit goldene Sporen bemerkt, und Gundula ſah an dem Ringfinger einen geſchnittenen Stein, ebenfalls reich in Gold gefaßt.
Als ihm Veit den Becher mit Wein brachte, den er begehrt, zog et die Hände vom Kopfe und zeigte ſein ſtarkes gefurchtes


