Teil eines Werkes 
8. Band, Thomas Thyrnau : 2. Theil (1855)
Entstehung
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für die Dienerſchaft und Gelaß für die wirthſchaftlichen Vor⸗ räthe. Die kleinen Eingangsthüren lagen in dem Täfelwerk verſteckt. Zwei große Fenſter zu beiden Seiten der Hausthür reichten nicht hin, dieſen weiten Raum zu erhellen; aber im Sommer öffnete man noch die mächtigen Flügel dieſer großen Thür und gewann dann Licht genug zu dem leichteren Verkehr, dem dieſer Raum beſtimmt war. Im Winter zeigte man ſich um ſo mehr befriedigt, da der Kamin und die Lampe bald und gern in Thätigkeit geſetzt wurden.

Dieſer Kamin, der zugleich der Heerd war, ſpielte eine große Rolle, und in Wahrheit, der kirchenartige Raum des Hauſes, in dem ſein Anſehn behauptet ward, mußte ſo groß ſein, damit ſein oft ſehr anmaßliches Treiben doch faſt unbeachtet vorüber gehen konnte. Sein hoher gemauerter Rauchfang ſtieg bis in die Gewölbe der Decke empor und ihn umbaute die um ihn geſchwungene fortlaufende Gallerie im abenteuerlichen Zu⸗ ſchnitt. Um die Fortſchritte der Küchenherrſchaft etwas einzu⸗ ſchränken, waren Gitter gezogen, die dieſen Raum in einem regelmäßigen Viereck abzweigten und ganz verſchloſſen werden konnten, ebenfalls durch Gitterthüren, gewöhnlich aber nach dem mittelſten Pfeiler zu, der dem Kamin gegenüber lag, ge⸗ öffnet ſtanden. Um den Pfeiler hetum liefen Bänke, und es ſtand davor, nach dem Kamin zu, eine lange Tafel von polir⸗ tem Eichenholz mit dazu gehörenden Stühlen.

Dieſer Platz ward jedoch mehr für Wintertage und für die Abendzeit benutzt. Der Hauptruheplatz der Familie war aber linker Hand von der Thür unter dem einen der ſchon erwähnten großen Fenſter. Zwiſchen der Thür und dieſem Fenſter trat eine Wand in den größeren Raum, vielleicht zwölf Fuß weit,

hinein. Sie war eben ſo hoch und von demſelben Getäfel, wie das, welches die Wände unzog, und endete in einem zierlich gewundenen Säulchen. Wenig mehr als einen Schirm beab⸗