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Was murmelt Ihr da?“ rief ſie, ihn weiter guälend. „Nun Euch die Gründe ausgehn, wollt Ihr heimlich Recht haben!“
„Nur das Eine bemerke ich,“ rief Lacy—„warum ich denn ſo eben Ketzer genannt ward, der ſeine Genoſſen mit ſauren Aepfeln ſtopfen will, da meine holde Gegnerin, wie mir ſcheint, mit mir völlig einer Meinung iſt, und noch Einiges hinzufügt, wozu mir nicht Zeit blieb!“
„Ach,“ ſagte die Prinzeſſin— mir iſt nur meines Her⸗ zens Meinung entwiſcht, und findet Ihr mich unter den Andern, da bin ich gerade wie ſie, und habe noch mehr Uebermuth, noch mehr Hochmuth, denn ich ſchäme mich nicht vor meinem böſen Willen, wie Jene, die ſich leidlich zurück halten, aber heimlich daſſelbe betreiben. Ihr aber, Vetter Lach, könntet die Tollheit begehn, wirklich ſo handeln zu wollen, wie Ihr denkt, und dann allerdings wäret Ihr ein Abtrünniger, ein Ketzer, den unſere gerechten Vorwürfe treffen müßten, denn wir müſſen Alle zuſammen halten. Alles, wie es iſt, ſchlecht und gut— eine Maſſe— dann ſchlägt das Scepter ſelbſt vergeblich dage⸗ gen und wir werden noch lange ein geſegnetes Bollwerk gegen jeden allzu raſchen Fortſchritt bleiben. Doch laſſen wir das Geſchwätz! Wir ſind Alle Mohren, die Keiner weiß waſchen wird, ſelbſt wenn die ſogenannten Weltbegebenheiten zuweilen mit einer Striegel über uns weg gehn. Ich will nicht mehr davon ſprechen; denn es iſt mir läſtig— aber das ſage ich Dir, Claudia, Dein Hoſſtaat iſt artig vermehrt durch dieſe zauber⸗ haften Creaturen Egon und Hedwiga, und ich brenne vor Be⸗ gierde, ſie erſt abgerichtet zu ſehen, wie ſie Deine Schleppe tragen, Deine Hunde tanzen laſſen, Deine Diener necken und Ihren Lehrern ein Bein ſtellen.“
Claudia lachte.„Du hältſt mir einen artigen Spiegel vor, um die Mißgeburten zu erblicken, in die ſie durch meine weiſe Erziehung verwandelt werden könnten. Ich glaube, Du willſt
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