Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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Vorſchlaͤge dazu muͤndlich gemacht. Dazu gehoͤrten unter andern:Titel ohne Anſtellung, aber mit Gehalt! der Adel! oder ein Orden!

Dieſe Vorſchlaͤge wurden Thyrnau gemacht und er geſtand ein, daß dieſer Eifer der Kaiſerin ihn um ſo mehr gefreut haͤtte, da ſie offenbar dadurch faſt aus ih⸗ rer vorſichtigen Maͤßigung herausgegangen waͤre, und ihm dadurch die Gewißheit geworden ſei, wie ſie ihn in ihrem großen Herzen von aller Schuld freigeſprochen habe und jetzt auch dieſer Ueberzeugung ein Opfer bringen wolle.

Thyrnau fuhlte aber grade darum die vollſtaͤndigſte Sicherheit, jedes aͤußere Zeichen ihrer Gunſt von ſich abzulehnen, da er zu ſeiner Befriedigung nichts bedurfte, als die Gewißheit, dieſe zu beſitzen. Er ſelbſt machte ſie ſchonend auf ſeine Stellung aufmerkſam er zeigte ihr die Mißdeutungen, die eine oͤffentliche Belohnung desjenigen nach ſich ziehen koͤnnte, den man ziemlich weit verbreitet als das Haupt einer Partei bezeichnet, welche an dem Losreißen des Koͤnigreichs Boͤhmen ernſtlich gearbeitet habe. Er ſprach ihr unverholen die Beſorgniß aus, daß eine ſolche Handlung ihrerſeits dem roheren Theil von dem man immer allein zu furch⸗ ten habe ein Eingeſtaͤndniß mangelhafter Zuſtaͤnde ſein könnte, womit man ſich nicht begnuͤgen werde die

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