Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

530 nommen, ohne daß man es ihm zur Pruͤfung uͤbergab und er hatte die Genugthuung, zu ſehn, daß man weder ſeinen Rath uͤberſah, noch ſeine Erfahrungen gering achtete.

Niemals jedoch empfing Thomas Thyrnau eine oͤffentliche Anerkennung oder Auszeichnung und als er einſtmals den kleinen erregten Bemerkungen ſeiner Familie daruͤber laͤchelnd zugehoͤrt hatte ließ er ſich das uns bekannte Portefeuille der Prinzeſſin Thereſe geben und nahm einige Briefe von Kaunitz und Maria Thereſia heraus, wie auch das Konzept eines Antwort⸗ ſchreibens ſeinerſeits an die Kaiſerin.

Da Ihr geneigt werdet, meiner großſinnigen Freundin Unrecht zu thun, ſagte er laͤchelndſo wird es wol an der Zeit ſein, daß ich Euch mittheile, was grade uͤber den Punkt, den Ihr von ihr uberſehen glaubt, zwiſchen uns unterhandelt worden iſt.

Es ergab ſich aus einem Handbillet der Kaiſerin an Kaunitz, daß ſie nach dem Frieden bei der Regulirung ihrer innern Angelegenheiten Kaunitz aufgefordert hatte, ihr Vorſchlaͤge zu thun, auf welche Weiſe ſie ſich gegen Thomas Thyrnau dankbar bezeigen koͤnne. Sie hatte aber in ihrer Lebhaftigkeit die Antwort ihres vorſichti⸗ gen Miniſters nicht abgewartet, ſondern ihm ſelbſt wie ſich Kaunitz daruͤber aͤußerte alle moͤglichen