527 wir uns ihrer äußeren Verhaͤltniſſe getroſten durfen, doch als den ſichern Buͤrgen ihres Beſtehens ihre geiſtige
Entwicklung feſthalten, welche allein den Widerſtand
gegen das aͤußere Leben enthaͤlt und womit wir es zuletzt beherrſchen.
Es ſind nur noch einzelne Punkte leicht hinweiſend zu beruͤhren, die ſogar ͤberfluͤſſig ſcheinen koͤnnten— wenn man nicht gern von alten Freunden erzaͤhlen hoͤrte.
Trautſohn ſtellte wirklich im naͤchſten Winter der Kaiſerin Hedwiga, die erlauchte Graͤfin von Thyrnau — als Furſtin Trautſohn vor und mit dem Fuͤrſten und der Fuͤrſtin von S. nahmen Alle den groͤßten Theil des Winters in dem Palaſt Morani Platz.
Die Fuͤrſtin Thereſe ſchenkte dem Lande den Erb⸗ prinzen, und Egon hielt Wort. Bis in das hoͤchſte
Alter gab es keine innigeren Freunde als dieſe Bruͤder.
Egon vermaͤhlte ſich nie. Er blieb in Oeſterreichiſchen Dienſten und erreichte eine hohe militairiſche Wuͤrde. Sein Vermoͤgen theilten, ſeiner Beſtimmung gemaͤß, nach ſeinem Tode die Kinder Magda's und Hedwiga's, welche Letztere ſich beſonders einer reichen Nachkommen⸗ ſchaft erfreute.
Wenn die Familien im Winter nach Wien kamen, hatte die Frau Kloſterpaͤchterin Baͤbili Oberhofer jedes⸗ mal die Ehre, daß Alle bei ihr vorfuhren und in dem


