526 „Nun,“ ſagte Magda,„der Plan iſt ſo uͤbel nicht. Auch will ich Dir bei Allen das Wort reden— uͤbereile Dich nur nicht zu ſehr! Du haſt noch ein paar Wo⸗ chen Zeit, denn ſo lange bleiben wir beiſammen: ſelbſt Podiebrad hat es mir heute in die Hand gelobt. Poͤl⸗ ten bleibt den ganzen Sommer, alſo, ſiehſt Du, iſt die Geſellſchaft groß genug, damit Du Dich unbemerkt um Hedwiga bemuͤhen kannſt.“
Wie viel Zeit ſich nun Trautſohn in Folge dieſer Ermahnungen nahm, iſt nicht wol nachzuweiſen. Es war gerade nicht ſeine Art, mit dem, was in ihm vor⸗ ging, ſebr verborgen zu thun, und ſo war bald der groͤßte Theil der Geſellſchaft Mitwiſſer ſeiner Abſichten. Da aber eben ſo die wichtigſten Perſonen ſeine Bewer⸗ bungen gern ſahen, da uͤberdies Hedwiga eine wahre Leidenſchaft fur die Hirſchkuh und die Zicklein faßte und immer haſtig und zerſtreut war, bis ſich Trautſohn an ihrer Seite befand, ſo laͤchelten die Andern, und The⸗ reſe und Magda machten ihre Plaͤne fuͤr die Zukunft und theilten ſich in den Beſitz der geliebten jungen Leute.
Wir wollen uns nun von dieſem Kreiſe trennen. Nachdem wir das Schickſal der betheiligten Perſonen durch die groͤßten und einflußreichſten Begebenheiten ihres Lebens verfolgt haben, wollen wir uns freuen, daß wir ſie in einen Hafen der Ruhe eingefuͤhrt, und— indem


