Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

525

Nymphe, deren goldene Locken, blaue Augen und roſige Wangen ſie zum vollſtaͤndigen Gegenſatz von mir machen?

Nun, ſagte Trautſohnich ſage ja nicht, ſie iſt Dir Strich um Strich ganz gleich aber wer Dich ſo kennt und liebt wie ich, der findet die Aehnlichkeit mit Dir heraus, das kannſt Du glauben!

Schelm! ſagte Magda und lenkte ihr Pferd ſchnell dicht vor ihn hin.Ich ſoll Dir das ſagen, was Du gern hoͤren willſt darum umkreiſeſt Du mich jetzt mit Deinen tollen Reden von Hedwiga's Aehnlichkeit mit mir. Nun, ich will Dir den Gefallen thun, denn ich hatte mir laͤngſt vorgeſtellt, daß es ſo werden wuͤrde. Wenn Du denn eine Frau haben willſt, die mir aͤhnlich ſieht, und Dir Hedwiga den Gefallen

thut was haͤlt Dich ab, um ſie zu werben!

Ach, Magda! ſagte Trautſohnvor Dir gilt kein hinter dem Berge halten! Ja, Du haſt Recht! Das Maͤdchen gefaͤllt mir erſtaunlich gut, und ich denke, wenn ſie mich ein wenig lieb gewinnen koͤnnte, das ſollte die Rechte ſein, und wir wuͤrden das dritte gluckliche Ehepaar ſein und waͤren dann Alle durch ein⸗ ander verwandt und der Großvater ſaͤße dann ſo recht in der Mitte drin und wir gehoͤrten Alle zu ihm und kaͤmen recht oft zuſammen, ſo wie jetzt.