524 und ich ungern den ganzen Sommer ſo nuͤchtern auf meiner großen Herrſchaft lebte und dann— habe ich immer eins im Sinne— ſie muͤßte etwas zu Dir ge⸗ hoͤren, Dir etwas aͤhnlich ſehen, oder doch ein menig Deine Manieren haben— oder Dich recht gut kennen und lieb haben und mit Dir vielleicht verwandt ſein.“ Magda bog ſich vor Lachen auf den Sattelknopf nieder, dann ſagte ſie:„Ja da kann ich Dir ſchwer helfen, denn erſtlich habe ich keine Schweſtern— zwei⸗ tens— gaͤbe es in dem guten Florenz noch Matielli's, was nuͤtzte Dir das? die waͤren wieder nicht ebenbuͤrtig!“ Trautſohn ſchwieg und ritt ein Weilchen ſtumm dahin— dann fing er wieder an:„Deine kleine Muhme, die Hedwiga, die hat auch rechte Freude an der Hirſchkuh und den Zicklein! Hoͤr', als ſie heute morgen die kleinen Dinger fuͤtterte und ſo lachte und ſich ſo freute wie ein Engel, da mußte ich immer an Dich denken— wahrhaftig! ſie hat was in der Art, das erinnert an Dich— auch ſieht ſie Dir unbeſtritten ſo aͤhnlich, daß man Euch fuͤr Schweſtern halten koͤnnte.“ Magda brach in ein lautes Gelaͤchter aus, worein Trautſohn aus einem unbeſtimmten Gefuͤhl von Ver⸗ gnuͤgen herzlich einſtimmte.„Nun,“ rief Magda, ſich endlich erholend—„was Tolleres habe ich im Leben nicht gehort! ich ſoll Hedwiga ähneln— dieſer blonden
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