Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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jungen Mann zum Heirathen paſſend, ſo biſt Du es denn wenn ich Lacy nicht von Jugend auf geliebt haͤtte, ſo daß gar kein Platz mehr in meinem Herzen fuͤr was anderes war, ſo haͤtte ich mir gewiß recht gut denken koͤnnen, daß ich Dich lieben gelernt haͤtte, weil Du ſolch gutes redliches Herz haſt und im täglichen umgange ſo angenehme Manieren und Einfaͤlle, die recht dazu gemacht ſind, ein weibliches Herz zu gewin⸗ nen und auf die Dauer zu begluͤcken.

Nun, rief Trautſohn, und ließ ihren Zuͤgel fah⸗ ren, um die Haͤnde jauchzend in die Luft zu ſchlagen auf dies Zeugniß von Dir will ich werben gehn und wenn ich da keine Frau bekomme, dann bekomme ich uͤberhaupt keine!

Aber ſage mir, liebe Magda, fuhr er vertraulich

fort und nahm wieder ihren Zuͤgelweißt Du keine Frau fuͤr mich?

Ach, ſagte Magda lachend, denn ſie hatte den Tag uͤber ihre eignen Gedanken gehabt%ſuche Du Dir allein eine Frau es giebt ſchoͤne und gute Maͤd⸗ chen noch genug im Lande! Komm zu uns den Win⸗ ter nach Wien. Da wird es groß hergehn und ſchoͤne

Maͤdchen werden genug zu ſehen ſein.

Das iſt Alles gut! ſagte Trautſohnaber

erſtlich denke Dir, daß der Winter noch lange hin iſt