zur ſpäten Abendſtunde zu feſſeln, wo dann der Mond ihnen den Ruͤckweg beleuchtete.
Als Magda wie gewoͤhnlich zu Pferde den Zug an⸗ fuͤhrend langſamen Schrittes dahin ritt, faßte ploͤtzlich Trautſohn, ſein Pferd an ihre Seite lenkend, ihr in die Zuͤgel, und als Magda ſie ihm uͤberließ, lachten ſich Beide an, und Beide dachten daſſelbe und Trautſohn ſagte:„Weißt Du wol, wie wir von Karlick zuruͤck⸗ kehrten?“
„Ja,“ ſagte Magda—„ſo wie Du mir die Zuͤgel wegnahmeſt, dachte ich daran!“
„Wollte Gott,“ ſagte Trautſohn—„ich haͤtte da⸗ mals ſchon foͤrmlich um Dich angehalten, oder ich haͤtte Dich entfuͤhrt, damals waͤr' es eher gegluͤckt! Nun habe ich das Nachſehn— und je laͤnger ich hier bin, je trauriger wird mir das— je mehr ich das Gluͤck ſehe, was ſo eine Ehe hat, wie Du und Lacy— und der Fuͤrſt und die Muhme Thereſe— da kann ich mich dann recht nach ſolch einem gluckſeligen Eheſtande ſeh⸗ nen, wo ich auch meinerſeits zeigen koͤnnte, daß Traut⸗ ſohn es ſchon verſtehn wird, ſeine Frau gluͤcklich zu machen.“
„Nun,“ ſagte Magda lachend—„mit ſolchen Vorſaͤtzen zweifle ich gar nicht, daß Du bald zum Ziele kommen wirſt, und ich muß Dir ſagen, halte ich einen


