52¹ Veit ſtand ſchon, vortrefflich geſchmuͤckt, vor der Tafel, welche das Kunſtwerk ſeiner Anordnungen war, wenn auch dem alternden Diener jetzt unter dem Titel eines Hausmeiſters der aktive Dienſt genommen und
in juͤngere Haͤnde gelegt worden war. Eben ſo waren im
Innern des Dohlenneſtes um Gundula ruͤſtigere Haͤnde in Thätigkeit, waͤhrend ſie ſauber geputzt am Heerde ſaß und durch die Stimme mehr als durch die Haͤnde die vortreffliche Ordnung erhielt.
So wie Magda ankam, ſtieß Bezo ein lautes Doh⸗ lengeſchrei aus, und dieſe unterließ es nicht, durch das ganze alte Haus zu ſchluͤpfen und durch ihre unveraͤn⸗ derte Art unter Lachen, Scherzen und Schelten Alles in Freude und Zufriedenheit zu verſetzen. Doch betrat Magda ihr kleines Thurmgemach ſtets mit ernſter, faſt
andaͤchtiger Ruͤhrung, indem ſie der verhaͤngnißvollen
Nacht gedachte, wo ſie ſich von Lacy durch Polten ver⸗
rathen glaubte, alsdann auf ihrem kleinen Pferdchen zu der entſcheidenden Verhandlung nach Tein ritt, von der
ſie nicht wieder kam, und woran ſich die Jahre ſchloſ⸗ ſen, die ſo reich an Begebenheiten wurden.
Die Geſellſchaft konnte ſich erſt ſpaͤt von dem in⸗ tereſſanten Aufenthalt und dem liebenswuͤrdigen Wirth trennen, welcher nicht muͤde wurde, den Abſchied ſeiner Gaͤſte zu verzoͤgern und dem es wirklich gelang, Alle bis


