rief ſie dann, als koͤnnte ſie die Freude nicht allein tra⸗ gen und ſchon ſtand der Gluͤckliche, der ihr erſter Ge⸗ danke war, an ihrer Seite und ſie ſank weinend an ſeine Bruſt, denn was regte dieſer Anblick nicht fur Erinne⸗ rungen in ihr auf!
Aber nicht lange vergaß ſie den liebevollen Urheber dieſer Gefuͤhle.„Rufe ihn,“ ſagte ſie zaͤrtlich zu Lacy, und dieſer ſtreckte dem bewegt Harrenden die Hand ent⸗ gegen und er kniete jetzt vor Magda hin und dieſe bog ſich uͤber ihn und legte beide Hände auf ſeine Schultern und ließ ihn ihre Freudenthraͤnen ſehn und blickte ihn ſo innig an und kußte dann feierlich ſeine Stirn und ſagte: „Trautſohn, Du biſt gewiß der beſte gute Menſch, den ich kenne— und Du mufßt noch ſehr gluͤcklich werden— und das Madchen, was Deine Frau wird, muß dem Himmel danken!“
„O Magda,“ ſagte Trautſohn und verbarg noch immer knieend ſein geruͤhrtes Geſicht in ihren Haͤnden.
„Und damit ſei die Ruͤhrung nun abgethan,“ rief jetzt der Großvater, und Alle bekamen wieder Leben von der heitern Stimme. Sie wandten ſich nun der kleinen Huͤtte zu und Freude— Gelaͤchter— Erſtaunen— Fragen— Alles wechſelte bunt durch einander.
Ganz ſo wie ſonſt blieb die ſchoͤne Hirſchkuh ruhig liegen, waͤhrend das ſchwarze Boͤcklein, wie es in der


