Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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nende Tuͤchtigkeit nicht zuließ, die Dinge halb anzufan⸗ gen, wurden Thyrnau's Befehle mit einer ziemlichen Geſchicklichkeit ausgefuͤhrt.

Als die Zimmer gekehrt, Tiſche, Stuͤhle und Fen⸗ ſter gewaſchen waren und die Glut der Kamine in bei⸗ den Zimmern die Luft zu verbeſſern anfing, fuͤhrte Thyrnau endlich die erſchoͤpfte Magda in ihre neue Be⸗ hauſung und, wie er vorher gedacht, war ihre erſte Be⸗ wegung, nach den Fenſtern zu eilen und mit einem tiefen erleichternden Athemzuge auszurufen:„Ach wie gruͤn und ſtill!“

Von da an war ihr Alles recht! Sie ſtand ihrer duſtern Frau Wirthin mit ſo anmuthsvoller Behendig⸗ keit bei ihren Beſorgungen bei, daß dieſe etwas von ihrer groben Unfreundlichkeit nachließ, und als Thyrnau einen Theil des noͤthigſten Gepaͤckes von dem Wagen raͤumen ließ und Magda mit ihrer Huͤlfe die ſchoͤnen Betten, das feine Leinen und die ſilbernen Geſchirre des taglichen Ge⸗ brauchs auspackte, ſtieg in ihr eine Art Reſpekt auf, und ſie fuhlte den Widerſpruch mit dem Begriff, den ſie bis⸗ her von Gefangenen hatte geglaubt naͤhren zu muͤſſen.

Als die Dinge ſo unter Magda's erwachtem Ver— ſchoͤnerungsgeiſt ein erfreulicheres Anſehn gewonnen hatten, oͤffnete ſich plotzlich die Thuͤr und der junge Offizier trat mit ſeinen feſten ſtolzen Schritten ein.

Thomas Thyrnau IIl. 3te Aufl. 3