Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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Magda kniete auf dem Boden vor einem zierlichen Kof⸗ fer, aus dem ſie einige Buͤcher auspackte; als er aber einttat, ſprang ſie augenblicklich in die Hoͤhe, lief auf ihren Großvater zu, umklammerte ihn mit beiden Ar⸗ men und richtete ihre großen dunkeln Augen ſo ernſt und beobachtend auf den jungen Mann, daß dieſer un⸗ willkuͤrlich einen Schritt zuruͤcktrat, ſich vor ihr verneigte und einen Augenblick ſeine Rede vergeſſen hatte.

Thyrnau, dem der kleine Triumph Magda's ein La⸗ cheln koſtete, und der das ſchoͤne ſtolze Geſicht des Juͤng⸗ lings mit dem Wohlwollen eines alten Mannes ſah, erhob freundlicher als vorher die Stimme und ſagte; er hoffe, daß er ihm beſſere Nachrichten bringe. Schon hatte der junge Mann den Stolz wieder, der an Hoch⸗ muth grenzte.„Mein Herr,“ ſagte er kalt—„Seine Epcellenz wollen ſich entſchließen, dieſe ganze Angelegen⸗ heit als vorlaͤufig nicht exiſtirend anzuſehn, ſie werden Ihre und die Gegenwart eines jungen Frauenzimmers vergeſſen und es bloß der Wirthin dieſes Hauſes ohne Verantwortung hingehen laſſen, Ihnen hier eine Wohn⸗ ſtaͤtte gegeben zu haben.“

Thyrnau lachte kurz und hell auf, dann ſagte er, ohne ſich durch das feierliche guͤrnen des Juͤnglings irre machen zu laſſen:„Mein lieber junger Mann, ich muß Sr. Excellenz zu ihrer Gabe, die Dinge zu vergeſſen,