„Daß Ihr dazu gehoͤrt, iſt bereits erwieſen, da⸗ von iſt nicht mehr die Rede, eben ſo daß Euch von allen Behoͤrden in den zu paſſirenden Staͤdten und Plaͤtzen bei der Begleitung des gefangenen Advokaten Thomas Thyrnau der noͤthig ſcheinende Vorſchub geleiſtet wer⸗ den ſoll, dies enthaͤlt Euer Geleitsſchein— Ihr habt die Eintrittskarte uͤberdies, die Euch die Thore der Feſte Karlſtein oͤffnet; aber dieſe enthaͤlt nichts von Euren Gefangenen, und ohne alle Inſtruction hieruͤber, wie Ihr ſeid, muͤſſen Seine Gnaden der Herr Gouverneur ſich entſchieden weigern, ein feſtes konigliches Schloß, welches wie der Karlſtein zu den ehrenvollſten Dienſt⸗ ſtellungen des Landes gehoͤrt und bis jetzt nur in den ſeltenſten Faͤllen fuͤr die hoͤchſten Perſonen eine Art Verweiſungsort ward, zu einem Gefaͤngniß fuͤr unbe⸗ kannte Perſonen geringerer Staͤnde ſich umwandeln zu laſſen, wodurch ſowol die Wuͤrde des Orts als die Perſon des Befehlshabers herabgeſetzt wuͤrde.“
„Mein Herr!“ ſagte Thomas Thyrnau jetzt— „ich muß ſehr erſtaunen, daß Seine Excellenz der Herr Gouverneur von meiner Ankunft ununterrichtet iſt, da einen Tag vor meiner Abreiſe der Kourier hierher ab⸗ geſchickt wurde, der die Befehle der Kaiſerin uͤber meine Aufnahme zu uͤberbringen hatte. Wir ſind wegen der Begleitung meiner Enkelin nur langſam gereiſt und der


