Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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Reiſebegleiter ein junger Offizier ein, in welchem Thyr⸗ nau zu ſeinem Troſte wenigſtens einen Andern als den Herrn Caſtiglione Paſterau erkannte.

Er hatte eine ſchoͤne ausgezeichnete Geſtalt, ein ed⸗ les ſtolzes Geſicht, in welchem der Ernſt an hochmuͤ⸗ chige Strenge grenzte; aber auf den erſten Blick wußte Thyrnau, er habe von dieſem nichts Gemeines zu be⸗ furchten, und dies machte ihm ſeine Erſcheinung zu einer wahren Wohlthat.

Der Offizier ſchien, als er zu Thyrnau und dem bleichen ſchlafenden Kinde an ſeiner Bruſt hintrat, einen Augenblick von der ausgezeichneten Perſoͤnlichkeit Beider uͤberraſcht zu ſein, aber der Vorſatz einer ſtolzen Selbſtbeherrſchung ließ ihn ſchnell uͤber dieſen Eindruck ſiegen.

„Iſt das der Mann?“ fragte er mit kurzer ernſter Weiſe den Begleiter—„den Ihr vorgebt unter dem Namen des Advokaten Thyrnau, als Gefangenen in den Gewahrſam der Feſte Karlſtein bringen zu ſollen?“

„Ja! gnaͤdiger Herr!“ erwiderte Jener—„ich kann bei meinem Dienſteid ſchwoͤren, daß ich zu dem Privat⸗Polizei⸗Buͤreau Sr. Excellenz des Staatskanz⸗ lers Grafen von Kaunitz gehore, daß ich dieſen Geleits⸗ ſchein daher bekam, der mir als Regierungsboten auch

die Thore des Karlſtein oͤffnete.“