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Thomas Thyrnau blickte geruͤhrt zu dem uͤberreiz⸗ ten Kinde hin, aber jede Erſcheinung in ihr war ihm lieb, die Hoffnung ließ, daß ſie aus ihrem dumpfen in⸗ nern Grame nach Außen treten werde. Er ſtand nicht an zu erwidern:„Du ahneſt recht meine Tochter!— Karl der Vierte ſtand als Großmeiſter an der Spitze eines maͤchtigen Ordens, den uns der Orient in heil'gen Ueberlieferungen zufuͤhrte, und deſſen tiefſinniger Dienſt und großer Einfluß auf das Wohl der Menſchen in ein unverbruͤchliches Geheimniß gehuͤllt iſt, welches nur dem Eingeweihten den Ritus erkennen laͤßt, der dem Profanen unverſtaͤndliches Zeichen bleibt— und ich bin gewiß, die Anzeichen zu finden, daß er die heiligen Ri⸗ tuale hier uͤbte und bewahrte!“
„Ha!“ rief Magda, die mit ihren klugen Augen ſeine Worte verſchlungen hatte—„da wirſt Du mich ſie erkennen lehren— da werde ich recht was Großes, Tiefes erleben koͤnnen!“
„Nein, Magda,“ erwiderte Thyrnau—„jede Frau iſt von der Mitwiſſenſchaft dieſes heil'gen Or⸗ dens ausgeſchloſſen— ohne des Meineids ſchuldig zu werden, duͤrfte Dir kein Eingeweihter Aufſchluß geben.“
„Ha,“ rief Magda—„da hat Dein heil ger Or⸗ den, wie Du ihn nennſt, eine ſchwache Stelle! Wa⸗


