Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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wartet wurden nahm Magda ruhig den Vortritt und die Prinzeſſin folgte ihr und war damit zufrieden, denn ihre Augen wurzelten auf dem Grafen von Lacy, der mit ſeiner Gemahlin und den beiden Kindern Egon und Hedwiga ihr entgegen kam. Es ſchien aber Allen, als habe ſich Magda ſehr veraͤndert ſie hatte den tiefruhigen Ausdruck, den nur große Gemuͤthszuſtande geben und der die Seele auf einen Hoͤhenpunkt fuͤhrt, daß ſie jedes Glied, jede Bewegung beherrſcht. Dabei war ſie blaß wie von Marmor und ſprach nur leiſe und nur wenig.

Sie eilte in die Arme Claudia's und ruhte an ih⸗ rem Buſen, waͤhrend ſie Lacy die Hand hinſtreckte, die dieſer ehrerbietig faßte und ſanft ihre Fingerſpitzen kußte.

Lebt wohl! ſagte ſie, ſich aufrichtend, mit leiſer Stimmemorgen reiſe ich mit dem Großvater und Gott ſegne Euch um des Guten willen, das Ihr an mir gethan. Ihr Blick haftete einen Augenblick auf Lacy er ſah ſie mit dem tiefſten unverhohlenſten Schmerz an ihre Bruſt hob ſich zum Zerſpringen die Farbe ihres Geſichts wechſelte und ihr Kopf ſank er⸗ geben auf ihre Bruſt dann ſagte ſieWenn Sie nach Tein kommen! ach, wie fuͤhlte er es, daß er der Einzige war, den ſie nicht mit ihrem naiven Du anredetewenn Sie nach Tein kommen, ſo laſſen