Sie ſich durch Hieronymus ſagen, fuͤr wen ich zu ſor⸗ gen pflegte. Thun Sie es jetzt! Auch das Dohlen⸗ neſt—“ ihre Stimme brach— ſie ſchwieg— das Zittern ihrer Glieder ward ſichtbar— ſie blickte weg— und ſah die Prinzeſſin mit angehaltenem Athem ſtehn— ſie ſtreckte die Hand nach ihr aus und lag im ſelben Au⸗ genblick mit brechenden Knieen in den ſie umſchtingen⸗ den Armen. Claudia zog raſch einen Lehnſtuhl herbei — die Prinzeſſin ſetzte ſie ſorgſam hinein— Lacy ruhrte ſich nicht— er ſtand wie eingewurzelt und der Schmerz, den er litt, raubte ihm faſt die Beſinnung.
Egon und Hedwiga waren vor Magda nieder ge⸗ kniet und vergeblich rang Egon mit den hervorſturzen⸗ den Thraͤnen, die Hedwiga ſchluchzend laufen ließ— auch war Magda nicht ohnmachtig geworden, ſie ſah 3 ſtill auf die Kinder und ſtrich Hedwiga die Locken.
„Es iſt nun Alles erfuͤllt, Kinder!“ ſagte ſie dann leiſe—„die Graͤfin Laey ſorgt fuͤr Euch— und. Tein wird Eure Heimath!“
O! was lag in dieſen Worten fuͤr die, welche ihr Schickſal kannten— Claudia ſank weinend neben dem Stuhle nieder, waͤhrend Lacy mit einem dumpfen Laut ſeine Haͤnde vor ſeine Augen druͤckte.
„O Magda!“ rief die Graͤfin Lacy—„und Du— und Du?“—„Ich erfulle auch mein Geſchick!“ ſagte
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