Jahren noch gedenken werde— ich antworte Dir: ich werde ihn nicht vergeſſen! Nun, Gutenberg, ſorge da⸗ fur, daß dies ſchoͤne Kind ſicher dahin kommt, wohin es ſie treibt!“— Dann gruͤßte ſie die Prinzeſſin und zog ſich in ihre Bibliothek zuruͤck.
Als die Prinzeſſin ſich mit den Beiden allein ſah, lief ſie auf Magda zu, umſchlang ſie mit Inbrunſt und eüßte ſie wie eine Schweſter.„Magda— Magda— Thyrnau's Enkelin— bete fur mich— liebe mich! ich bin Thereſe von D., die Deinem Großvater ſo viel verdankt!“
„Die Prinzeſſin?“ fragte Magda— und als dieſe bejahte, bog ſie ſich zu ihr und kußte ſie ebenfalls herzlich.
„Jetzt aber gehen wir Beide zum Großvater,“ rief die Prinzeſſin. 8
Der Befehl der Kaiſerin, Thomas Thyrnau mit der groͤßten Ruͤckſicht zu behandeln, war um ſo eher er⸗ fullt worden, da dieſe ganze Angelegenheit wieder in die Hände des Grafen von Kaunit uͤbergegangen war, der, wie es ſchien, eben durch das, was er uͤber dieſe Angelegenheit hatte leiden muͤſſen, jetzt als Lohn des treuen feſten Aushaltens dieſes Sturmes hoͤher wie je⸗ mals in der Gunſt der Kaiſerin ſtand. Dieſer fuͤhlte dagegen, daß er den glucklichen der un⸗


