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Jetzt erſt kam die Kaiſerin zu ſich— ſie fuͤhlte, es war ihr ſonderbar ergangen— ſie hatte ſich in das Verſtaͤndniß des Traumes ganz verloren— ſie blickte ein wenig beſchaͤmt umher und es troͤſtete ſie, daß Frau Gutenberg mit offnem Munde ganz gegen die Dehors uͤber einen Stuhl gebogen lag, und die Prinzeſſin wie ein Jaͤger auf dem Anſtand die Arme auf den Ruͤcken gebogen hatte, und daß Beide eben ſo wenig wie ſie ſelbſt, etwas anderes als das Traumbild des jungen Mädchens verfolgt hatten. Sie gewann Zeit, ſich zuerſt zu faſſen, und wer koͤnnte den ſchnellen Gedankenwechſel des ra⸗ ſchen Geiſtes verfolgen— mit einemmal ſagte ſie: „Haſt Du den Traum ſchon einmal erzaͤhlt, etwa dem Großvater?“
„Ich traͤumte ihn dieſe Nacht,“ ſagte Magda, aus einem ſuͤßen, lächelnden Nachdenken erwachend— „aber gewiß danke ich ihn dem Großvater, denn herr— liche troſtreiche Worte hatte er geſtern zu mir geſpro⸗ chen, und als er mich entließ und mir den Segen gab, da leuchtete ſein Angeſicht ganz ſo wie ich ihn darauf in der Nacht ſah!“
Die Kaiſerin ſchwieg ſinnend— dann ſtand ſie auf und machte das Zeichen des Kreuzes uͤber Magda's Stirn.—„Geh' jetzt! und Gott behuͤte Dich— Du haſt mich ob ich Deines Großvaters nach fuͤnf


