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ſtanden haͤtte— ſie blieb aber ſtehn und ſchaute die Kaiſerin ſinnend an und nach der Zuruͤckweiſung, welche die Gutenberg erfahren, wollte Niemand einſchreiten, am wenigſten die Prinzeſſin, die begierig war, das Maͤdchen zu ergruͤnden.
Die Kaiſerin aber war von der Neuheit dieſer Be⸗ gegnung ſo eingenommen, daß ſie abzuwarten ſchien, ob ſie nicht noch etwas Anderes mit ihr erleben werde.
„Du haſt noch etwas auf dem Herzen,“ ſagte ſie nach einer kleinen Pauſe—„ich erlaube Dir, Dich frei zu aͤußern.“
Magda ſchmiegte ſich ungemein lieblich vorn uͤber — indem ſie ihr Geſicht mit faſt bittender Miene auf⸗ hob, ſagte ſie:„Ich moͤchte ſo gern wiſſen, was Du mit meinem Großvater machen willſt?“
„Nun,“ ſagte dieſe laͤchelnd—„ich ſchicke ihn vorerſt mehr wie einen Prinzen, denn wie einen Staats⸗ gefangenen nach einem meiner feſten Schloͤſſer!“
„Auf fuͤnf Jahre,“ ſagte Magda ſchnell—„aber dann— wirſt Du ihn dann bei Dir behalten, wird er in Deinem Rathe ſitzen und ſeine Weisheit verkuͤndigen — wird er dann an der rechten Stelle die großen er⸗ habenen Plaͤne fuͤr ſein Vaterland ausfuͤhren koͤnnen, die ſein ganzes Leben erfuͤllt haben? Sage mir das, große Kaiſerin, und wenn Du ſo eine rechte Kaiſerin
Thomas Thyrnau Il. 3te Aufl. 31


