Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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obwol Du von ihr gewendet gingeſt aber der ſchoͤne purpurrothe Sammetmantel, der um Deine Schultern hing, der gluͤhte in ihren Strahlen und es war, als ob Dich ein glaͤnzender Schein umgab das Thor, dem Du Dich naͤherteſt, das gluͤhte auch in einem wunderbaren Lichte, ich traute Dir zu, daß Deine An⸗ naͤherung es erleuchtete und das Kreuz grußte Dich und die Geiſtlichen wurden geſegnet von Dir! ach! wie war ich ſo froh, daß meine Kaiſerin, wie ich ſie mir gedacht, zuruͤckſtehen mußte gegen Dich!

Maͤdchen, ſagte Maria Thereſia mit Ruͤh⸗ rungDu biſt eine Schwaͤrmerin.

Warum nicht? ſagte das Maͤdchen.Denkſt Du nicht gut von Schwaͤrmern? ich bin es gewiß! immer muß ich mir lange vorher, ehe es an mich kommt, Alles vorſtellen, wie es ſein konnte der

Großvater ſagt, es geraͤth auf dieſe Weiſe immer ſcho⸗

ner, als es ſich hinterher ausweiſt und doch rath er mir nicht ab davon es iſt gut, ſagt er, mit dem Beſten anfangen man kann es lang' behuͤten, glaubt er, und das Geringe kann ſich nicht wol daneben ein⸗ richten!

Gott behuͤte Dich, mein Kind, ſagte die Kaiſerin und ſtrich mit der Hand uͤber die Augen auch da⸗ rin iſt Thomas Thyrnau ein ungewoͤhnlicher Menſch,