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Das Blut ſtieg der Prinzeſſin bei dieſer Rede ſo maͤchtig empor, daß die Kaiſerin es ſicher gewahrt hätte; da aber Frau Gutenberg eben den Kammſtrich der Prin⸗ zeſſin reſtaurirte, ſtand ſie mit ihrer ganzen Breite vor derſelben und entzog ſie ſo der Beobachtung.
„Das junge Maͤdchen,“ fuhr die Kaiſerin fort—
„die Enkelin des alten Thyrnau, hat mich aber durch Kaunitz bitten laſſen, ihren Großvater no Jarlſtein begleiten zu duͤrfen, und das habe ich geſtattte und es wird vorlaͤufig Eure Sorge um Thyrnau's Einſamkeit mildern— auch, denke ich, ſoll der junge Lacy ihm bald folgen. Kennt Ihr das Maͤdchen?“ „Nein,“ ſagte die Prinzeſſin— und obwol ſie eben erſt alle Thorheiten abgeſchworen hatte, betraf ſie ſich doch in ſtarker Verſuchung, denn ſie ahnete. lich eine Nebenbuhlerin.
„So koͤnnt Ihr bleiben, bis ich ſie geſehn,“ fuhr die Kaiſerin fort—„die Gutenberg wird ſie herauf fuͤhren. Ich wollte durch ſie dem alten ſonderbaren Manne wohlthun, der mir naͤher gekommen iſt, als ich vorerſt eingeſtehen darf.“
Die Gutenberg war ſchon durch die Garderobe ver⸗ ſchwunden und die Prinzeſſin verſchlang mit eiferſuch⸗ tigem Herzen die kleine Tapetenthuͤr, durch die ſie ge⸗ gangen war. Ihre Ahnung trog ſie auch nicht; die


