Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ran, Euer Majeſtaͤt wuͤrden froh ſein, mich los zu wer⸗ den da ich nun um keinen Preis wieder nach Paris wollte oder nach D., wo wir den Fuͤrſten von S. nah' haben, wollte ich Euer Majeſtaͤt bitten, mich zur Geſell⸗ ſchaft meines bis heute einzigen Freundes, meines Thomas Thyrnau, nach dem Karlſtein zu ſchicken, da⸗ mit ich ihm durch meine Erheiterungen meinen Dank, meine Reue ausdruͤcken koͤnnte, da ſeine großmuͤthige Aufopferuhi fuͤr mich ihm den Haß und die rachſuch⸗ tige Verfolgung des Fuͤrſten von S. zugezogen hat.

Das war ein Gedanke, der Eurem Herzen mehr Ehre bringt als Eurem Kopf, ſagte die Kaiſerin denn die Eskorte unſerer Muhme fuͤr einen Staatsge⸗ fangenen, einen Mann, der nur ſo eben ſchwerer An⸗ klage entronnen und fuͤnf Jahren Arreſt ſich unterziehen muß, moͤchte ein zu auffallender Widerſpruch ſein, um ihn auf uns laden zu duͤrfen. Da der Karlſtein jedoch kein Gefaͤngniß iſt, ſondern ein feſtes Schloß unſerer Vorfahren, moͤchte um ſo eher ein Beſuch von Euch ſpaͤter dahin einzuleiten ſein, da ich mit dem jungen Grafen von Lacy einige Plaͤne auf Thomas Thyrnau und deſſen Aufenthalt im Karlſtein gefaßt habe und da er ein junger Ehemann iſt und die Gattin Luſt ha⸗ ben koͤnnte, ihrem Gemahl zu folgen, ſo koͤnntet Ihr ſie wol begleiten, da Ihr ja ohnehin verwandt ſeid.