Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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Gaſt ihn wie einen leibeignen Diener den Becher hal⸗ ten ließ.

„Alter Burſch!“ rief der Fremde mit einem zorni⸗ gen Augenblitz—„haſt Du Geſchaͤfte, wenn Du die Ehre haſt mich zu bedienen?“

„Da ich nicht weiß, wer meine Dienſte begehrt,“ entgegnete Veit muͤrriſch,„kann ich keine große Ehre drin erkennen. Indeſſen wird es Euch an billiger Hoͤf⸗ lichkeit nicht fehlen, da Ihr das Gaſtrecht in meines Herrn Hauſe anſprecht.“

Ein kurzes ſpottiſches Lachen brach aus dem Frem⸗ den hervor.„Gottes Blitz!“ rief er—„alter Narr, Du biſt ſehr herablaſſend. Nun gieb den Reſt her— ich will den Becher ausleeren auf die bluͤhende Nach⸗ kommenſchaft des Herrn Thomas Thyrnau— auf die alten und die jungen Dohlen dieſes Neſtes!“

Es ſchnitt dem Alten wie Meſſer durch's Herz und traurig ſenkte er den Kopf und ſchwieg, waͤhrend Jener trinkend uͤber den Becher ihn beobachtete. Doch im ſelben Augenblick ließ ſich das Dohlengeſchrei viel lau⸗ ter hoͤren, ja! es war, als ob zu gleicher Zeit Mehrere ſich Heftig zankten. Anfaͤnglich ſchaute der Fremde wieder umher, dann ſchien er ſich uber ſeine eigne Auf⸗ mierkſamkeit zu aͤrgern und fuhr hoͤhniſch fort:„Nun, hab' ich's noch nicht recht gemacht?“ rief er in roh nek⸗